Mehrfamilienhaus in Berlin-Grunewald
Bauherr: Evi Füllenbach
BGF 1670 qm
Baujahr 2015 /2016
Auftrag Generalplanung
In Berlin-Grunewald entsteht ein Haus mit 7 Wohneinheiten und Tiefgarage
Mehrgenerationenhaus in Berlin Spandau
Bauherr: Sibuna Bauträger GmbH
BGF 2800 qm
Baujahr 2015/2016
Auftrag Generalplanung
In Spandau entsteht ein Haus mit 24 Wohneinheiten und sozialen Pflegeeinrichtungen
Mehrfamilienhäuser Bamberg
Bauherr Insula GmbH
Baujahr Neubau Beginn 2013
Auftrag Genehmigung + Ausführungsplanung

Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage und insgesamt 40 Wohnungen nach KFW 70 Effizienzstandard
Die Gebäude entstehen in Bambergs jüngstem Wohnquartier, dem Insula Quartier auf der ERBA Insel. Die Entwicklung der Erba Insel ist eines der engagiertesten städtebaulichen Projekte in der Stadt Bamberg, das öffentlich und privat finanziert wird. Hier wird nach den neuesten Erkenntnissen und umfangreichen Vorarbeiten ein Quartier entwickelt, das städtebauliche und ökologische Maßstäbe setzt.
SDTB Umbau Science Center Spektrum
Bauherr: BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
Baujahr Umbau 2012
Auftrag Technische Gebäudeausrüstung HLS/ELT

Auf dem Gelände der Stiftung des Deutschen Technikmuseums befindet sich, als 5-geschossenes Bestandsgebäude das Science Center Spectrum.

Das Gebäude wird hinsichtlich der gesamten Ausstellungsstruktur in den Obergeschossen vollständig umgebaut. Das Untergeschoss ist nur z.T. von den Arbeiten berührt. Im EG u.UG befinden sich z.T. Räume, die als Büros genutzt werden und die von den Umbauarbeiten nicht betroffen sind. Im UG befinden sich außerdem die Werkstätten.
Im Zuge der Umbauarbeiten sind auch die Elektroanlagen, soweit sie den Ausstellungsumbau direkt oder indirekt betreffen, erneuert und den Gegebenheiten angepasst. Die vorhandene Sicherheitslichtanlage wird ebenfalls erneuert.
Wohnhaus in Berlin Neukölln
Bauherr: Sibuna Bauträger GmbH
BGF 2683 qm
Baujahr 2012 /2013
Auftrag Generalplanung

Berliner Idylle
15 attraktive Eigentumswohnungen entstehen in ruhiger,unverbaubarer Lage im Süden Neuköllns.
Mit den Bauarbeiten wurde im Herbst 2012 begonnen. Die Wohnungen werden nach den Regeln der Bautechnik, dem erhöhten Schall- und Wärmeschutz nach DIN 4108 und 4109 gebaut. Ein KfW – EFFIZIENSHAUS 70 nach EnEV 2009 wird erreicht und stellt einen wichtigen Beitrag zur ausgewogenen ökologischen Energiebilanz dar. Die Erwerber können zinsgünstige KfW - Kredite bis 50.000,-€ je Wohnung erhalten. Hochwertige Materialien und solide Ausführungen garantieren dauerhafte Beständigkeit und sorgen für ein gesundes Wohnklima. Die Wohnungen bieten Wohnflächen zwischen 70 und 165 Quadratmetern (zwei bis fünf Zimmer) bis hin zum Penthouse. In zweiter Reihe und damit in ruhiger Lage mit grüner Umgebung wird das solide Ziegelhaus errichtet. Alle Wohnungen erhalten großzügige Balkone oder Terrassen. Freundliche, lichtdurchflutete Räume und die Verwendung von natürlichern Materialien sowie eine Fußbodenheizung in allen Räumen sorgen für ein angenehmes Wohngefühl und für eine hohe Lebensqualität..
Wettbewerbsbeitrag - Luisenblock in Berlin
Die Fläche wurde unter Berücksichtigung der zu erhaltenden Gebäude (Vorgabe der Jury) neu strukturiert und geordnet.

Für die starke städtebauliche Figur des Band des Bundes einerseits und der neuen zu planenden Blockstruktur andererseits erfährt der Betrachter über den Flussverlauf einen Richtungswechsel. Ein nochmaliger Sprung der Bebauung des Bandes würde tangential zur Spree verlaufen und mit der Figur des Bahnhofs an der Friedrichstrasse kollidieren.
Daher wird in der vorliegenden Planung der Bruch der Richtung durch die Errichtung eines Stichkanals mit erweitertem Kleinhafenbecken entlang der Gebäude 4 und 5 vorgeschlagen. Hiermit wird zum Einen die geschlossene Bebauung rechts der Luisenstrasse als Verlängerung auf den Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüder-Hauses begrenzt und damit findet die Achse des Bundes ihren städtebauliche Einbindung in das Stadtgefüge. Zum Anderen zeigt die rechte Bebauung den Richtungswechsel an und markiert die Grenze der Blockstruktur als Arrondierung des Flussverlaufs.
Wohnbebauung Karl August Platz
Bauherr: Weert Schulz
BGF 2777 qm
Baujahr 2009 Entwurfs und Genehmigungsplanung

Auf dem Grundstück Krumme Str. 39 in Berlin Charlottenburg soll ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage errichtet werden.

Das Gebäude hat eine Abmessung von ca. 18x13m zuzüglich mit einem Seitenflügel von 7x16m und sechs oberirdische Geschosse, ein Dachgeschoss und ein Untergeschoss. Die Geschosshöhen liegen bei 3,15m und somit wird eine lichte Raumhöhe von 2,80 m erreicht. Die ebenerdige Behindertenwohnung hat einen unmittelbar in den Garten führenden Zugang.

Die großzügig geschnittenen Wohnungen haben alle eine Balkonloggia zum Platz hin.
Das Haus hat einen geräumigen Zugang und die Nebenräume,wie Fahrradabstellraum und Müllraum sind im Erdgeschoss untergebracht. Die Ausstattung ist hochwertig und entspricht der besonderen Lage. Es liegt eine Baugenehmigung vor.
Industiehalle
Bauherr: FLZ Lauterbach GmbH
BGF 1200 qm
Umbauter Raum 10800 kbm
Baujahr 2009 Vorentwurf

Der Standort verfügt über eine Vielzahl einzelner Gebäude deren Struktur zu klein ist. Eine neue Halle mit fahrbaren Kran und mit einer Größe mit 1200 qm soll den Standort in die Moderne führen und die Leistungsfähigkeit des Betriebes für Sonderkonstruktionen effizienter machen und den gestalterischen Anspruch unterstreichen.
In Anlehnung an die außergewöhnliche Lage inmitten des Biosphärenreservates und am Wasser gelegen zum Einen und an die klassisch gestalteten Sheddächer des Industriezeitalter des 19 Jahrhundert zum Anderen, soll die Halle eine wellenartige Silhouette bekommen. Die Stahlkonstruktion erhält eine Membran aus Mehrschichtfolie. Die Nordseite ist zur Belichtung durchsichtig, die Südseiten der Sheds sind mit Photovotaikanlagen bestückt.
Tower Flughafen BER
Bauherr: DFS Deutsche Flugsicherung
BGF 4036 qm
Umbauter Raum 18000 kbm
Baujahr 2008-2011 Inbetriebnahme 2012
Auftrag Lph 4,6,7,8 Hochbau, Lph 8 ELT

Im Zuge des Flughafenbaus Berlin Brandenburg International BBI wird ein neuer Flughafen Tower errichtet. Der Towertyp kommt in allen neuen Flughäfen zur Anwendung (z.B. Düsseldorf und Frankfurt). Das Planungsbüro tectur bildet im Zusammenarbeit mit Quinten projektmanagement die ARGE Quinten Volmerhaus Lüdtke für die Planung und Realisierung dieses Towers. Das Gebäude steht im Vorfeld des Flughafen und nur durch entsprechende Dienste erreichbar.
Wie im Flugzeug werden sämtliche technischen Einrichtungen in zweifacher Ausführung vorgehalten, um einen dauerhaften und permanenten Betrieb sicher zu garantieren. Die hohen Ansprüche und die technische Qualität der Bauausführung bilden hierbei eine wichtige Grundlage für die Funktion der Flugsicherung des neuen Flughafenbetriebes.
Der Kontrollturm ist der Deutschen Flugsicherung zugeordnet und wurde in die Rahmenplanung des Gesamtkonzeptes des BBI als eigenständiger Teil errichtet. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Flughafenprojektes waren im Zuge der Genehmigungsplanung umfangreiche Beteiligungen der Träger öffentlicher Belange zu berücksichtigen. Die Ausführung der Gewerke wurde mit Züblin als Generalunternehmer durchgeführt.
Das Gebäude ist unterteilt in das Bodengebäude und den Tower. Über eine Brücke verbunden kann der Betrieb unabhängig vom Verkehr des Vorflugfeldes erledigt werden. Mit einer Towerhöhe von 75 Meter werden die Vorflugkontrolle und sämtliche Start- und Landevorgänge kontrolliert. Das Bodengebäude beinhaltet die Räume für die Mitarbeiter, Ruhe- und Aufenthaltsräume sowie eine Vielzahl von Räumen für die Technischen Anlagen und die Flugsicherungstechnik. Um einen Hof herum werden die Räume über einen Mittelgang erschlossen.
Fraunhofer-Forum Berlin
Bauherr: DEKA / Fraunhofer Gesellschaft
BGF 750 qm
Baujahr 2008
Auftrag Generalplaner

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Zu ihr gehören 80 Forschungseinrichtungen mit insgesamt 13.000 Mitarbeitern.

Die Errichtung des Fraunhofer-Forums folgt der Vorgabe, eine hauptstädtische Kommunikationsplattform zu etablieren, die von den in Berlin ansässigen Entscheidern und Interessenten als Fraunhofer-Vertretung angesprochen wird.

Die Engagements der Fraunhofer-Institute an Entwicklungen von Baustoffen und Bauelementen sind groß und dementsprechend fand dies bei der Auswahl der Materialien für das Fraunhofer-Forum besondere Berücksichtigung. Ob im gläsernen Trennwandsystem oder in den Fasern des Bodenbelags - immer steckt in den Bauteilen auch eine Innovation, die eines der Institute der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt hat.

Das Fraunhofer-Forum hat eine Gesamtgröße von 750 m² und verfügt neben Büros und Besprechungsräumen über einen medientechnisch erstklassig ausgerüsteten Veranstaltungsbereich für ca. 75 Personen.
Die Fraunhofer-Gesellschaft legt großen Wert auf eine nutzungsintensive Arbeitsplatzorganisation. So sind nur die Arbeitsbereiche der wenigen ständigen Mitarbeiter genau festgelegt; die anderen Büros werden ohne feste Zuordnung genutzt, vorwiegend temporär durch die Mitglieder des Vorstands und Institutsleiter und deren Gäste.

Um auch bei laufendem Veranstaltungsbetrieb ein ungestörtes intensives Arbeiten zu gewährleisten, wurden die Büros mit Glas- und Akustiktrennwänden aus dem Systembau Strähle ausgestattet.Vor dem großen Besprechungsraum befindet sich ein freier Bereich für Begegnungen, dessen informeller Charakter durch eine offene Teeküche unterstrichen wird. Zusätzlich akzentuiert wird diese Fläche durch die farbige Lichtführung des Deckenversatzes.

Die Möbel im Empfangs- und Veranstaltungsbereich wurden entsprechend den Vorstellungen der Fraunhofer-Gesellschaft als ästhetisches Ensemble vom Architekten entworfen. Die klare Geometrie der Möbel und die durchgängige Oberfläche aus LG HI-MACS ® Natural Acrylic Stone™ referieren dabei auf die innovative Mission der Fraunhofer-Gesellschaft in den Ingenieurwissenschaften und in der Materialforschung.
Bundesinnenministerium
Art: Offener 2-stufiger Wettbewerb
Jahr: 2005 - 2006
Architekten: J.Stadelmeier, C.Stutzer, M.Volmerhaus

Erläuterungsbericht

Das Wettbewerbsgrundstück - in einer Art Senke gelegen und begrenzt durch Bahnviadukt und Kastanienallee - wird durch die Straße Alt- Moabit erschlossen.
Das vorgegebene Baufenster für das BMI wird in der Längsausrichtung in der gesamten zur Verfügung stehenden Fläche ausgenutzt. In Querrichtung wird der Abstand zur Bahnstrecke ca. um ein Drittel vergrößert. Die umgebenden großmaßstäblichen Gebäude, wie der Bahnhof und das Kanzleramt prägen die städtebauliche Situation und lösen die übliche Blockrandbebauung des Stadtteils Moabit ab. Hieraus ableitend und der Bedeutung der Nutzung entsprechend wurde eine eigenständige Solitärform für das BMI gewählt. Die Lage aller geplanten Gebäude wird durch südwestliche Ausrichtung parallel zum Bahnviadukt bestimmt. Entlang der Ingeborg–Drewitz–Allee werden die Baukörper durch die Ost – West Spange begrenzt und richten sich danach aus.

Das Sockelgeschoss des Hauptbaukörpers bildet die Hauptzugangsebene. Die Haupterschließung erfolgt über einen großzügigen Vorplatz an der Straße Alt-Moabit. Die Zufahrt für den Not- und Lieferverkehr erfolgt ebenfalls über diesen Platz und wird entlang der Bahnstrecke über eine Rampe auf Höhe der unteren Gebäudeebene geführt. Beide Zufahrten/Zugänge werden durch ein Wachgebäude an der zentralen Erschließungsfläche überwacht.
Unter dem Sockelgeschoss sind die Stellplätze in einer Tiefebene untergebracht. Die Dienstfahrzeuge des Ministers sowie Behindertenstellplätze sind oberirdisch auf dem Vorplatz angeordnet.

Die zusätzliche Distanz der Gebäude zur Bahnstrecke soll einerseits die Umfahrungen des Lieferverkehrs erleichtern und andererseits mehr Fläche für Grünanlagen bieten. Anders als die gerichteten Baumalleen an der Kastanienrampe und der Ingeborg–Drewitz–Allee sollen frei auf dem Gelände stehende Baumgruppen das Bild bestimmen.
Die zurückspringenden zweigeschossigen Öffnungen sollen eine Verzahnung mit dem Gelände bewirken. Die Freiflächen der Wohngebäude sind hingegen streng gerichtet und sollen das Ensemble der Einzelgebäude in deren Ausrichtung zur Allee verstärken.
Die Erschließungsachse und die nach Nordwesten ausgerichteten Höfe werden wird in unterschiedlichen Höhen durch Glasdächer belichtet.
Die Anordnung der Gebäudeteile in Mäanderform bietet die Möglichkeit für eine vertikale Verbindung mit ablesbarer Zuordnung einzelner Abteilungen. Auf wechselnde Nutzungsanforderungen kann die Struktur flexibel reagieren.

Die unterschiedlichen Gebäudetiefen von 9 und 18 Metern können jede bekannte Büroorganisation aufnehmen. Die großen Gebäudetiefen ermöglichen ein konstruktives Zusammenarbeiten der Mitarbeiter in Organisationseinheiten mit eigenen Gemeinschaftsbereichen.
Die zentrale Erschließungsachse und die angrenzenden offenen überdachten Höfe gliedern das Gebäude und schaffen Orte für informelle Kommunikation und zufällige Begegnungen. Mit diesem Arbeitsumfeld soll auch die Motivation und Identifikation der Mitarbeiter gefördert werden.
Schweizer Pavillion in Shanghai
Art: Offener 2-stufiger Wettbewerb
Jahr: 2007
Architekten: L.Phipps, M.Volmerhaus
Ausstellung: Dr.J.Simmen, P.Dahmen

CH - Pavillon

Räume bilden unseren gesellschaftlichen Aggregatzustand ab. Wenn wir über Architektur nachdenken oder sprechen, haben wir alle Erfahrungen, sei es in der Stadt, in der eigenen Wohnung, oder am Arbeitsplatz. Die Architektur ist Teil eines umfassenden Ganzen und mehr als Ästhetik und Formensprache. Dies war Ausgangspunkt unserer Überlegungen zur Planung des EXPO-Shanghai-Pavillons für die Schweiz.

Am Ort der Ausstellung leben doppelt soviel Menschen wie in der gesamten Schweiz.
Während nach dem chinesischen Verständnis der Mensch nicht als Substanz sondern als Verhältnis begriffen wird, vertraut das System des Westens auf das Individuum und bildet somit die Qualität der menschlichen Identität.

Idee / Konzeption

"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, Kunst macht sichtbar"
(Paul Klee)

Der Pavillon zeigt im Grundriss unten die geopolitischen Grenzen der Schweiz, das (schützende) Dach wird durch die Symbolik des Schweizer Kreuzes dargestellt. Die textile Membran erzeugt die Hülle des Pavillons und das Gerüst der Verstrebungen verbindet diese drei Elemente zu einem Ganzen. Das Resultat bildet einen abstrakt-konkreten dynamischen Körper. Die Poesie von Bildern/Räumen der Schnell- und Kurzlebigkeit entgegenzusetzen. Wahrnehmung durch Nah- und Fernwirkung erzeugt Reflektion für das Kleine (Individuum) im Großen (Gemeinwesen).

Realisation

Die Idee beinhaltet aktive Prozesse der Wahrnehmung. Der Pavillon als dynamischer entmaterialisierter Körper kann nicht als Ganzes wahrgenommen werden und bewirkt somit den Wunsch des Umlaufens und Erforschens. Dieser aktive Prozess wird im Inneren durch die Raumaufteilungen und insbesondere durch die Gestaltung der Ausstellungsfläche weitergeführt.
Kunst und Infografik bearbeiten auf Wand-/Projektionsflächen (z.B. Video, Hollogramm) und Stellwänden (z.B. Malerei, Foto) sowie in akustischen und haptischen Erlebnisräumen Themen/Definitionen des Wertesystems der Schweiz.
Spreepalais am Dom - Mieterausbau Der Club Bertelsmann
Bauherr: DEKA
BGF 700 qm
Baujahr 2007
Auftrag Generalplaner mit planwerk

Erläuterungen

Die Mieteinheit liegt im 6.OG des ‚Spreepalais’, die Größe des Mietbereiches beträgt ca. 660,00 qm. Ein Grundausbau als „veredelter Rohbau“ ist in den Räumlichkeiten bereits vorhanden und wird genutzt. Der Grundausbau beinhaltet (neben dem Rohbau und der Fassadenkonstruktion mit außenliegendem Sonnenschutz) die folgenden Bauteile bzw. Qualitäten, die an die gewünschte Raumsituation angepasst wurden:

-Doppelboden mit Bodentanks in jeder 2. Ausbauachse (ohne Bestückung)
-Brüstungsverkleidungen aus Aluminium
-Wandputz und Anstrich
-Deckenputz mit eingeputzter Kühldecke und Anstrich
-abgehängter Deckenstreifen aus Gipskarton
-im Bereich der vorgesehenen Flurzone mit perforierten Metallsegeln
-perforiertes Metallsegel im Übergang Fassade/Decke
-Zu- und Abluftgeräte mit Ankühlung
-Grundinstallation Schwachstromtechnik
-Starkstrominstallation bis Elektroübergabekasten
-Sprinklerinstallation
Wettbewerbsbeitrag - Türkische Botschaft in Berlin
Art: Realisierungswettbewerb
Jahr: 2007
Architekten: Ö.Güven, L.Phipps, P.Wenz, M.Volmerhaus

Erläuterungsbericht

In die Nachbarschaft von einzeln stehenden Baukörpern reiht sich auch die türkische Botschaft als villenartiger Solitär ein. Das Kanzleigebäude der Republik Türkei stellt sich als eigenständiger und gut sichtbarer Baukörper dar. Mit klaren Fassaden und Achsbezug zur umgebenen Bebauung wird dem Bedürfnis der Integration in den Stadtraum Rechnung getragen. Der brückenartige Eckresalit markiert den Eingang für den Besucher. Die traditionellen Bestandteile der Formen und die Transparenz sollen den Anspruch und das Selbstverständnis der Türkei zur Demokratie, die Rechtsstaatlichkeit und die Achtung der Grundfreiheiten und Grundrechte symbolisieren.

Das nach außen als streng geometrisch erscheinende Haus birgt im Innern eine komplexe Gliederung von Raumfolgen mit einem überdachten Hof als Herzstück, das sich zum Himmel und zu den Gärten im Norden und im Südosten öffnet. Die übrigen Fassaden erhalten Ihren Ausdruck durch grauen türkischen Sandstein, die nach dem Muster traditionelle Mosaike gestaltet sind. Die Konstruktion des „Brückengebäudes“ leitet sich auf diese Formgebung ab und ist beabsichtigt. Dieses fraktale Muster bildet die Basis sowohl für die Konstruktion der Fassaden als auch des Glasdaches des Veranstaltungssaales / Halle.
Das Gebäude überspannt an zwei Stellen in einer brückenartigen Weise im zweiten Obergeschoss die nördliche und die südöstliche Seite des Festsaales. Der teilbare Mehrzwecksaal hat einen Außenbezug zu den Grünzonen an den zuvor erwähnten Fassaden.
Die Tragstruktur der Fassade verdichtet sich entsprechend an den Stellen des Musters des Mosaikes, und dort wo die statischen Momente größer werden und entflechtet sich umgekehrt an den Fassaden- abschnitten wo geringere Tragkräfte aufgebracht werden müssen. Das stark akzentuierte Stahlskelett verwebt sich zur Membran und wird Teil der skulpturalen Architektur.

Der öffentliche Zugang der Botschaft erfolgt über das Eingangsatrium der Straßenfassade. Von hier aus sind alle für das Publikum offenen Bereiche, das separat erschlossene Konsulat und der Veranstaltungssaal zugänglich. Vis a vis zum Tiergarten in der repräsentativen „Brücke“ als Teil des Gevierts liegen die Räume des Botschafters und der Gesandten sowie die der Botschaftsräte.
Bürogebäude, Berlin

Bauherr: Bundesagentur für Arbeit, RDBB, BI – Management
BGF 6825 qm
Baujahr 2005 - 2006
Auftrag Generalplaner

Um den neuen Anforderungen der Nutzung gerecht zu werden, sollte die Geschäftsstelle für die Errichtung der neuen Eingangszonen des Jobcenter und des Callcenter erneuert werden. Nach Analyse der vorhandenen Bausubstanz wurde das Haus 2; ein in den 70er Jahren errichteter Bau in Stahl – Verbund – Konstruktion; zum Umbau ausgewählt.

Nach dem Rückbau erfolgte die Erstellung der Aluminium – Glasfassade und der Treppen in Sichtbeton, um die Voraussetzung für Innenausbau über den Winter zu ermöglichen. Die Stahlkonstruktion und die Decken erhielten eine feuerbeständig Verkleidung in Trockenbauweise. Zur Vernetzung der technischen Gebäudeausrüstung, wie Lüftung, Heizung und elektrische Verkabelung ist das Gebäude in allen Obergeschossen mit einem Doppelboden ausgestattet worden. Hiermit wird den modernen Anforderungen an flexible Arbeitsplätze bei hoher Verdichtung Rechung getragen.

Die farbigen Fassaden bestehen aus transparenten Elementen mit Öffnungsflügeln und aus transluzenten Glaselementen sowie aus geschlossenen Paneelen. Bedingt durch das Sockelgeschoss erhielt die Einganszone bei Höhe 2,80 m über Erdreich eine Freitreppe mit Glasdach aus Stahl und weist somit dem Besucher den Weg.
Evangelisches Zentralinstitut (EZI / EKD), Berlin
Bauherr: Evangelisches Zentralinstitut
Baujahr: 2001–2002
Nutzfläche: ca. 800 m2

Das EZI in Berlin ist ein Institut der Evangelischen Kirche (EKD) und bietet im Jahr ca. 60 Seminare zur Familienberatung an. Für das EZI wurden in einem bestehenden Altbau im Berliner Stadtteil Mitte auf zwei Ebenen ca. 800 qm Nutzfläche umgebaut. Neben der Unterbringung von Büros für die Mitarbeiter sollten insbesondere unterschiedliche Räume für Seminararbeit, Andacht, Handbibliothek, Aufenthalt und Kantine hergerichtet werden. Die Seminarteilnehmer werden im benachbarten Hotel untergebracht und verköstigt. Für Anlässe innerhalb des Institutes stehen zwei Räume und eine Küche im Erdgeschoss zur Verfügung.
Die vorhandene Bausubstanz wurde in den dunklen Flurbereichen in Teilen durch Tageslicht und durch eine neue Beleuchtung ergänzt. Für die neue Nutzung wurden teilweise die Trennwände entfernt oder erneuert mit Glasflächen ausgestattet.
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Berlin
Bauherr: Bundesrepublik Deutschland / BMVBW / BBR
Baujahr: 1996–00
Umbauter Raum: 207.318,93 m3
Nutzfläche: 22.559,49 m2
Leitende Architekten/Bauleiter: Marc Volmerhaus, Thomas Rinne / Jürgen Forsbach (für den Generalplaner KSP Engel und Zimmermann)

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, kurz Bundespresseamt (BPA) bündelt Interviews, Reportagen, Kommentare, Features und Statements die über Zeitungen, Radiosender, Fernsehen, Internet sowie Nachrichtenagenturen rund um den Erdball verbreitet werden.
Mit der Vorgabe, das Amt in bestehende Gebäude unter zubringen, wurde der in Teilen zerstörte Block zwischen Dorotheenstraße und Reichstagsufer ausgesucht. Insgesamt 43000 Quadratmetern sind instand gesetzt, restauriert, neu strukturiert und erweitert worden. Neben den Büros für die Mitarbeiter sollte das Presse- und Besucherzentrum mit einer Kapazität von 800 Personen entstehen, eine Bibliothek mit Archiv für Millionen von Informationen und einer Reihe sensibler Nutzungen geplant werden.
Der hohe Altbaubestand, der fast 85 Prozent des Komplexes umfasst, erforderte es, nahezu alle Frage- und Problemstellungen des Themas „Bauen im Bestand“ durchzudeklinieren, Ergänzung, Rekonstruktion und/oder zeitgemäße Interpretation für jeden Bauteil neu abzuwägen und mit den Anforderungen der Nutzer abzustimmen. Dabei wurde der historische Bestand sichtbar gemacht, konstruktiv weiter gedacht und um eine neue Schicht ergänzt.